Der Winter naht

Blitzeis, Schneeregen, triefende Nase – ja der Winter scheint dem Radeln wieder in die Quere zu kommen. Mit ein paar Anpassungen wird der Weg durch die vereiste Stadt oder verschneite Wälder nicht nur sicherer, sondern auch entspannter.

Dein Rad:

Besonders jetzt sollte Dein Rad technisch ok sein. Salz auf den Straßen, Schneematsch und Eis machen die Komponenten wie Schaltung und Bremsen besonders anfällig. Schmiere die Kette, Lager und andere bewegliche Teile. Den Rahmen kannst Du mit Wachsspray konservieren und so vor Korrosion schützen. Bei nassem Wetter weisen besonders Felgenbremsen einen längeren Bremsweg auf, sie sollten deshalb richtig eingestellt sein und über ausreichend Gummi verfügen. Der Bremsweg wird auch entscheidend von den Reifen beeinflusst. Mäntel mit Spikes (z.B. Schwalbe Marathon Winter) oder einer weichen Gummimischung (z.B. Continental TopContact Winter) sind ab ca. 45 € zu haben und verhindern aktiv Stürze bei glattem Untergrund. Der Sicherheit wird schließlich mit einer guten Lichtanlage genüge getan. Zu empfehlen sind Nabendynamos mit modernen LED-Scheinwerfern und Kondensatoren, die für die Dauer eines Ampelstops weiterhin Strom bereitstellen und Dich nicht im Dunkeln stehen lassen. Diese Systeme kannst Du auch nachrüsten (Laufrad inkl. Dynamo ab ca. 70 €, Front- und Heckleuchte ab ca. 40 €). Meistens leider nicht StVZO zugelassen sind akkubetriebene Leuchten. Für den innerstädtischen Einsatz reichen günstigere Leuchten aus (ca. 30 €), falls Du unbeleuchtete Wege nutzt, sind Strahler ab 80 € (und bis über 1000 €!) zu haben.

Deine Kleidung:

Fast schon überflüssig hier Tips zu geben, denn Du wirst Dich selbst warm genug anziehen, spätestens wenn Deine Tour länger als 5 Minuten durch die Kälte gehen soll. Besonders warme Hände und Füße sind aber wichtig, da sie dem Fahrtwind stark ausgesetz sind. Spezielle Überziehschuhe (z.B. von Gore Bike Wear ab ca. 40 €) weisen Kälte und Nässe ab. Da viel Wärme über den Kopf abgegeben wird, hilft Dir beim Sport ein Stirnband, das im Vergleich zur Mütze die bessere Wärmeregulation bietet.

Deine Psyche:

Irgendwann kommt der Tag, an dem jeder noch so passionierte Radfahrer sein Velo lieber stehen lassen würde. Meistens nur eine Frage der Überwindung. Sobald man auf dem Rad sitzt, geht es doch. Wenn es Dir trotzdem an Motivation mangelt, dann findest Du hier ein paar Worte für die Radlerseele:

10 Gründe fürs Winterradeln:

bessere Koordination – Stärkung Immunsystem – leere Radwege – Adrenalinausschüttung bei eisigem Untergrund – kein Warten auf eingefrorenen Nahverkehr – Form beibehalten – weniger Schwitzen bei tiefen Temperaturen – frische Winterluft statt stickiger Heizungsluft – kein Scheibenkratzen – Weihnachtsspeck gleich wieder verbrennen

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