Über Stock und Stein mit dem Rose MTB auf der Teststrecke.

Besuch bei der ISPO Bike

Am vergangenem Samstag (18.08.12) habe ich die Chance genutzt, die Neuigkeiten der Fahrradbranche in München zu begutachten. Auf drei Messehallen in der Messestadt Ost verteilt zeigten sich Fahrrad- und Zubehörhersteller mit einem deutlichen Fokus auf e-Bikes und Urbanbikes. Einem Sportorientiertem konnte es schnell mal zu viel von all den fahrenden Akkupacks werden, denn gerade das Thema Triathlon und Rennrad war bis auf die Ausnahme von Rose und Focus etwas stiefmütterlich behandelt. Trotzdem habe ich mir zwei e-Bikes auf der Teststrecke vorgenommen. Ein Tourenbike mit Radnabenmotor konnte mich  im Vergleich zu einem Citybike mit Boschmotor am Tretlager (siehe Bild) wenig überzeugen. Der niedrigere Schwerpunkt beim Boschsystem bringt ein deutlich dynamischeres Kurvenverhalten mit sich und zudem kann ein herkömmliches Hinterrad verbaut werden. Mit einem Nabenmotor hinten wird der Reifenwechsel zur Plackerei.

Zwei e-Bikes von der ISPO München mit unterschiedlichen Antriebskonzepten.

Trotz der hohen Außentemperaturen war mir dann auch noch nach einem kleinen Ritt über den Testparcours der Mountainbikesektion von Rose zumute. Leider war das Jabba Wood Testbike derart außer Form, dass sich der Spaß in Grenzen hielt. Im System der Scheibenbremsen war mehr Luft als Öl und die schöne XTR war bereits gefühlte 20mal zu oft in den Händen eines Grobmotorikers – schade. Meine persönlichen Highlights der Messe waren also nicht auf den Teststrecken zu finden, sondern vielmehr bei zwei Herstellerständen.

Über Stock und Stein mit dem Rose MTB auf der Teststrecke.

Zum einen gefiel mir besonders eines der zahlreichen Holzbikes. Im Gegensatz zu den vielen Rahmen aus Bambus, hat mir das Bough Bike einer niederländischen Firma mit einer klaren Linie und feiner Verarbeitung des Eichenholzes zugesagt. Mit 21 kg sicherlich eher zum Schlendern gemacht, ist es dennoch mit erstaunlicher Leichtigkeit im Lenkkopf sehr agil zu fahren. Mit Ölen behandelt soll es dem Regen trotzen. Zum anderen wurde mit dem veleon ein neuartiges Konzept eines Lastenrades vorgestellt. Das Dreirad kann mit einer Transportbox auf der Vorderachse inkl. Isofix-Halterung ausgerüstet werden. Die Achse ist mit einem Luftfederdämpfer ausgestattet, der zum Beladen sperrbar ist und stufenweise für Kurvenneigungen freigegeben werden kann. Sehr aufwändige Konstruktion, die nach kurzer Eingewöhnungszeit aber problemlos zu fahren ist. Ziel des Unternehmens ist es dabei, mehr Menschen eine Alternative zum Auto zu bieten – würde mich freuen, wenn das veleon seinen Teil dazu beiträgt.

Das Thema Holz im Rahmenbau war präsent und ein Publikumsmagnet (links), das „veleon“ mit und ohne Transportkiste auf der Vorderachse (rechts).

Dem hervorragenden Wetter war es vermutlich zuzuschreiben, dass man in sehr entspannter Atmosphäre über die Messestände laufen konnte. Selbst beim gelungenen Auftritt von Danny MacAskill, der sichtlich Spaß mit seiner Performance hatte, waren gute Plätze zu ergattern. So war auch das ein oder andere detailliertere Gespräch mit Ausstellern möglich. Mein Fazit: etwas e-Bike lastige, übersichtliche Messe mit vielen Möglichkeiten zum direkten Gespräch.

Bierkasten oder Ledertasche am Lenker, sexy Fahrgestelle und grinsender Danny – war alles da.

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