It's going round round

It’s Goin‘ Round Round

Reifen spiegeln die Vielfalt an Fahrrädern wider. Sie können ultraschnell oder extrem griffig sein. Uns vor Platten bewahren und Stöße absorbieren. Wahre Multitalente sein oder nur für einen Zweck gemacht. Im Jahr 2012 war ich auf fünf unterschiedlichen Reifen mit drei verschiedenen Bikes unterwegs und gebe hier einen Überblick, was mir dabei aufgefallen ist.

1. Schwalbe Marathon Plus (40-622) – Stadt und Trekking

Schwalbe Marathon Plus

Der Klassiker unter den Cityreifen hat sich wirklich bewährt. Ideal auf asphaltierten Wegen und feinem Schotter. Nach 6.000 km Laufleistung kaum Verschleißerscheinungen und keine Panne dank überragendem Pannenschutz. Der ist für das hohe Gewicht des Reifens verantwortlich. Grip ist auch bei Nässe gut, etwas hartes Abrollverhalten. Bei niedrigen Temperaturen sehr schwer zu montieren, dann den Reifen erst auf Zimmertemperatur bringen. Preis: ca. 24 €, z.B. bike-components)

2. Schwalbe Marathon Winter (42-622) – Stadt und Crossbike

Schwalbe Marathon Winter

Stark profilierter Winterreifen mit Spikes, der auch im Winter sicheres (Kurven-)Fahren ermöglicht. Fährt sich hervorragend auf festgefahrenem Schnee, gibt aber auch Halt auf Eis und pflügt sich eine Spur in lockeren Tiefschnee, ohne dass das Rad Spurrillen zu sehr folgt. Im zweiten Winter nach ca. 500 km zeigen die Metallspikes etwas Abnutzung, die Lamellen der Reifen sind noch gut zu erkennen. Bei Eis am besten mit etwas geringerem Druck fahren (3 bar), wenn die Straßen frei sind oder eine harte Schneedecke vorliegt, kann der Reifen mit Maximaldruck gefahren werden (5 bar). Der Pannenschutz ist gut, lediglich eine Metallschraube hat bei mir mal die Weiterfahrt verhindert. Wer es sich leisten möchte, montiert zwei dieser Reifen, ansonsten genügt einer am Vorderrad. Wenn im Winter längere Zeit Temperaturen über 0°C herrschen, wechsle ich wieder auf Marathon Plus, das schont die Spikes. (Preis: ca. 30 – 40 €, z.B. radhammer)

3. Schwalbe CX Comp (35-622) – Crossbike

Schwalbe CX Comp

Ein leichter Crossreifen mit mittlerer Profilierung, der oft serienmäßig bei Auslieferung auf Crossbikes montiert ist. Am besten auf Schotter- und Waldwegen zu fahren, läuft aber auch auf Asphalt ruhig und schnell. Kommt jedoch bezüglich der Haftung bei Nässe schnell an seine Grenzen, im weichen Gelände und auf grobem Schotter ist er unbrauchbar. Der Pannenschutz ist wenig wirkungsvoll, auf ca. 3.000 km kamen sieben Platten. Die Abnutzung ist erfreulich gering. (Preis: ca. 17 €, z.B. fahrrad.de)

4. Continental Cyclocross Plus (35-622) – Crossbike

Continental Cyclocross Plus

Als Ersatz für den CX Comp habe ich mir zunächst einen Cyclocross für das Hinterrad gekauft, da ich mehr Grip auf losem Untergrund und an steilen Anstiegen brauche. Der Unterschied ist deutlich spürbar, in Kurven lässt der Reifen ebenfalls mehr Sicherheit spüren. Der Pannenschutz überzeugt, bisher kein Defekt. Klingt nach einem gut gemachten Reifen, wenn da nur nicht die hohe Abnutzung wäre. Bereits nach 500 km auf Schotter und wenig Asphalt ist die Mittellauffläche beinahe glatt. Für mich somit keine Alternative. (Preis: ca. 20 €, z.B. Bike24)

5. Continental Grand Prix (24-622) – Rennrad

Continental Grand Prix

Der Grand Prix ist derzeit die Nummer zwei in Contis Angebot und überzeugt durch den angemessenen Preis im Vergleich zum teuren 4000 S. Mit einer Breite von 24 mm bringt er mehr Komfort, interessant bei harten (Alu-) Rahmen und rauhen Wegen. Die Haftung ist vor allem bei Regen und Nässe sehr gut, die Verarbeitungsqualität ist top. Der Pannenschutz ist viel gelobt, nach 1.500 km kann ich nichts gegenteiliges berichten. Bisher kaum Abnutzung zu erkennen. (Preis: ca. 20 €, z.B. rose.de)

Die Preise variieren zum Teil stark, je nach Anbieter und Saison.

Egal welcher Reifen zum Einsatz kommt – es lohnt sich immer vor der Ausfahrt auf Risse und Beschädigungen zu prüfen. Das häufigste Problem ist ein zu geringer Luftdruck. Der führt zu einer vorzeitigen Alterung des Gummis, meist erkennbar an radial verlaufenden Rissen auf dem Mantel. Mindest- und Höchstdruck sind an der Reifenflanke in bar oder psi angegeben (1 bar = 14,5 psi).

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